Nachgefragt...

Wieso? Weshalb? Warum? ...
Fragen und Antworten zum Pidécafe-Öko
 

Fair-ändern - Fairer Handel, was soll das?

Der Weltmarktpreis ist im Keller, deswegen ist Kaffee jetzt hier auch so günstig, aber wer bezahlt dafür?

Letztlich sind es die Kaffeebauern, die von den üblichen Ankaufpreisen nicht mehr leben könnten.
Viele Männer sind deswegen schon in die Slums der Städte abgewandert um für die Familie irgendwie Geld zu verdienen. Das Geld reicht natürlich auch nicht um den Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen.

Fairer Kaffee, das heißt Handel zu Preisen, mit denen alle leben können.
Der faire Preis, den die Fairhandelsorganisation zahlt ist etwa doppelt so hoch wie der Preis, den der normale Aufkäufer bezahlt.

Fairer Handel bedeutet in Peru ausserdem:
- Soziale Absicherung, da die Familien organisiert sind
- Stabilität, da die Kleinbauern mit ihrem Einkommen rechnen können
- Zukunftschancen, da die Kinder weiterführende Schulen besuchen
 

Wie “macht” man Kaffee?
Welche Verfahren werden beim Pidecafé-Öko verwendet?

Kaffee ist der Kern der Frucht von Kaffeepflanzen. Die Frucht nennt man auch Kaffeekirsche und ist zur Entezeit rot. Der Kern wird Kaffeebohne genannt.

Kaffeepflanzen gibt es in unterschiedlichen Sorten. Die qualitativ hochwertigste ist Arabica. Unser Pidecafé-Öko besteht zu 100% aus Arabica Bohnen.

Arabica Pflanzen gedeihen in einer Höhe von 600 bis cca. 1200 Metern. Pidecafé-Öko ist ein Hochlandkaffee, denn die Plantagen für unseren Kaffee liegen größtenteils in den Hochtälern der Anden in Peru.
Um nur die wirklich reifen Früchte zu ernten erfolgt die Ernte von Hand.

Es gibt 2 Verfahren zur Ablösung des Fruchtfleischs von den Bohnen. Das trockene und das, qualitativ hochwertigere, nasse Verfahren. Für den Pidecafé-Öko wird das nasse Verfahren verwendet.

Danach folgt die Trocknung der Bohnen. Dann wird der Kaffee in Säcke verpackt und zur Sortierung gebracht.

Von Hand werden die Bohnen verlesen, je besser verlesen umso besser ist die Qualitätsstufe. Der Pidecafé-Öko besteht aus Chargen der besten Qualitätsstufe.

Dann wird der Kaffee zu den Abnehmern verschifft.

Das Rösten ist der letzte Schritt. Geröstet wird in der Regel “vor Ort” also bei unserem Pidecafé-Öko in Deutschland. Auch hier gibt es wieder 2 Verfahren, das langsamere Trommelrösten und die Schnellröstverfahren. Das Trommelrösten ist kostenintensiver, da es länger dauert und auch der Ausschuss höher ist, aber es ergibt auch das qualitativ bessere Ergebnis. Große Röstereien verwenden fast nur noch das Schnellröstverfahren. Aber unser Pidecafé-Öko wird im Trommelröstverfahren geröstet.

Sie sehen es ist uns wichtig, dass der Pidecafé-Öko ein hervorragender Kaffee ist:
Das Richtige zu tun soll den Genuss nicht schmälern, sondern sogar noch erhöhen, für ein gutes Gefühl sorgen, rundum, für alle Sinne!

Schon jetzt ist diese Antwort ziemlich lang geworden...
Dazu gibt es so viel zu sagen, dasss wir uns entschieden haben diese Information ganz erheblich auszubauen. Ab Mitte September gibt es bei
www.pidecafe.de noch mehr Informationen dazu... Freuen Sie sich darauf!
 

Was ist die “Agenda” bzw. “Agenda 21”?

Agenda 21 ist ein umfassendes Aktionsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert. Es wurde 1992 auf dem "Erdgipfel" in Rio von mehr als 170 Staaten verabschiedet.
Die Regierungen dieser Staaten verpflichten sich, in ihrer Politik die Forderungen für eine umweltgerechte, sozial verantwortliche und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung in konkreten Schritten umzusetzen.

In Deutschland koordinieren und unterstützen die Landesregierungen die Aktionsprogramme der lokalen Initiativen.

Weiterführende Links:
Landeszentrale für politische Bildung B-W:
Linksammlung zur Agenda 21
AgendaTransfer - Agentur für Nachhaltigkeit
 

Was hat Pidecafé mit der Agenda 21 zu tun?

<< Der Faire Handel fördert die Einführung von "Verbrauchs- und Produktionsmustern, die zu einer Verringerung von Umweltbelastungen und zur Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse führen". Dabei wird "der Veränderung der Verbrauchsgewohnheiten in den Industrieländern die Führung(srolle)" zugeordnet. >>

Dies ist ein Zitat aus dem Artikel “Fairer Handel als Baustein des Agendaprozesses”.

Lesen Sie mehr
im vollständigen Artikel auf der gepa Website ...
 

Was ist Pidecafé?

Hinter dem Namen Pidecafé verbirgt sich eine gemeinnützige Beratungsorganisation, die 1991 in der Region Piura im nordwestlichen Peru gegründet wurde. Pidecafé steht für “Programa Integral para el Desarollo des Cafe en la Grau” (Integriertes Programm zur Entwicklung des Kaffeeanbaus).

Aufgrund persönlicher Kontakte kamen Weltläden und Dritte-Welt-Initiativen aus Baden-Württemberg und die Produzenten aus Peru zueinander. Pidecafe-Öko wurde so als Partnerschafts- und Agendakaffee etabliert.

Also ist Pidecafé eigentlich 2 Dinge...
1. Der Name einer Organisation und
2. Als “Pidecafé-Öko” der Markenname unseres Partnerschaftskaffees für Baden-Württemberg.
 

Was habe ich davon?

Zunächst einmal einen hervorragenden Kaffee! 100% Arabica, sehr ergiebig, in allen Prozessschritten auf die beste mögliche Art behandelt (siehe oben).

Zudem natürlich auch die Gewissheit, dass der Preis, den man bezahlt hat nicht Konzerngewinne optimiert, sondern zu vernünftiger, nachhaltiger Entwicklung bei den Kaffeebauern beiträgt.
 

Was hat der Kaffeebauer davon?

Ganz viel! Oder sollte man sagen alles? Denn wenn man alle Informationen zusammen nimmt bedeutet es, dass das der faire Handel die einzige reelle Chance ist, die er hat auf

- ausreichend Einkommen zum Überleben
- Ausbildung für die Kinder und damit eine Chance für die nächste Generation
- Menschenwürde und Stolz auf die eigene Arbeit und Leistung
 

Öko? Was bedeutet das hier konkret?

Pidecafé-Öko ist ein Kaffe aus zertifiziertem ökologischem Landbau. Angebaut und geerntet ohne den Einsatz von chemischen Düngern und Insekten- bzw Unkrautvernichtungsmitteln.

Die Kaffeebauern bekommen für zertifizierten ökologisch angebauten Kaffee einen höheren Preis, so konnte in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum der ökologisch bewirtschafteten Flächen erreicht werden.

Das ist gut für das Land, den Boden, die nächste Generation, die Gesundheit der Bauern und auch für den, der den Kaffee trinkt, also Sie!
 

Warum ist der Pidecafé teurer als anderer Kaffee?

Der Hauptgrund ist der höhere bezahlte Preis beim Ankauf des Kaffees.

Weitere Gründe sind die aufwändigere Behandlung und Bearbeitung des Kaffees, sowie der hohe Qualitätsstandard und die Aufwandsentschädigung für den ökologischen Anbau.
 

 

Warum ein “Städtekaffee”?

Wenn Sie oben schon die Antworten zu den Fragen nach der “Agenda” und “Pidecafé und Agenda” gelesen haben, dann wissen Sie schon das meiste...

Ein Städtekaffe ist eben ein gut sichtbares lokales Engagment für den fairen Handel und die Ziele der Agenda, die ja auch lokal getragen und umgesetzt werden.

Wenn Sie auch einen Städtekaffee oder einen Ortskaffee, einen Dorfkaffee oder (schwäbisch) einen “Flecka-Kaffee” wollen, dann melden Sie sich ganz schnell bei uns.
Kontakt, Informationen, Ettikettvorschläge und Werbematerial finden Sie unter
“Mitgemacht...”
 

 

Nur “für Baden-Württemberg”?

Das ist eigentlich historisch begründet (siehe auch unter “Was ist Pidecafé?” oben). Die bestehenden Beziehungen wollen wir nutzen und weiter ausbauen. Daraus entstand die Idee für eine besondere Aktion um den Bekanntheitsgrad und damit den Erfolg zu erhöhen.

Die Agenda 21 definiert sich als lokal getragener Prozess  (siehe “Städtekaffee” und “Agenda” oben), dies und das finanzielle Engagement aus Baden-Würrtemberg sind weitere Gründe gewesen zunächst einmal beschränkt auf Baden-Württemberg diese Kampagne zu starten.

Aber um es ganz klar zu sagen: Jeder, der mitmacht ist willkommen! Die Zielsetzung der Kampagne ist auf Baden-Württemberg ausgerichtet, aber eingeladen mitzumachen ist natürlich jeder.
Wir würden uns sehr freuen wenn unsere lokale Anstrengung über die Landesgrenzen hinaus wächst.

Der Bezug zu Baden-Württemberg passt bei Ihnen nicht? Vielleicht wollen Sie nachdenken über eigene Initiativen / Kampagnen etc.
Wir haben ein offenes Ohr, melden Sie sich bei
kampagne@pidecafe.de .